Tagebuch
Auftritt in Weidach am 3. Mai 2008
Keine Kommentare | Wellküren am 11.05.2008
Der Weidacher Burschenverein (Weidach ist ein Ortsteil von Wolfratshausen) hatte uns zum Maifest eingeladen. Nette Burschen, die dieses Fest ganz hervorragend organisiert hatten: das Zelt war ausverkauft, das Wetter passte, alles bestens. Und so kamen wir gut gelaunt vor der Veranstaltung mit den Weidacher Maiburschen a bisserl zum Reden. Über Vereine im Allgemeinen und Burschenvereine im Speziellen. Also da kennen wir uns ja aus – so viel wie wir schon seit unserer Kindheit für Vereine gespielt haben! Mit ihren ambitionierten Vorhaben zur Dorfverschönerung, mit ihren ehrgeizigen Zielen in der Kreisklasse, mit ihren Idealen für den Erhalt von Natur, Tradition und Brauchtum. Was uns jedoch bis heute verschlossen blieb, waren die eigentlichen Hinter- und Beweggründe eines Burschenvereins. Das mag natürlich auch daran liegen, dass es sich hierbei um den einzigen Verein handelt, wo wir bis heute nie die Chance hatten, Mitglied zu werden. Aber jetzt wollten wir es genau wissen – und zwar vom Günther, dem Vorstand persönlich! “Ja mei”, sagte der uns, “alle fünf Jahr’ mach’ ma des Maifest do (beim letzten mal waren die Brüder da) und ansonsten, ja ansonsten ... do samma spontan.“ “Spontan!“, mögen da böswillige Zeitgenossen hämisch ausrufen, “ja dann Prost!“. Wir hingegen sagen: Respekt, das ist doch eine grandiose Vereinssatzung! So ganz undeutsch und unverkrampft, freiheitlich gesinnt und offen für alles Neue, ohne verbissenen Ehrgeiz – allein der reinen Gaudi verpflichtet! Schade, eigentlich ein himmelschreiender Gleichberechtigungs-Skandal, dass wir da nicht mitmachen dürfen! Aber eine Riesen-Gaudi war es trotzdem!
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Ganz spontan: Das Weidacher Publikum
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No nix.
