Tagebuch
Auftritt in Regen am 19. Mai 2010
1 Kommentar | Wellküren am 30.05.2010
Das “drumherum”, Bayerns größtes Volksmusik-Festival (2500 Musikantinnen, 350 Ensembles, 50.000 Besucher) findet alle zwei Jahre im Regen, äh, in Regen statt. Dieses Jahr sollten wir bei der Auftaktveranstaltung spielen. Für uns natürlich eine große Ehre. Aber auch eine echte Herausforderung. Denn wir machen ja unsere Musik für den Haus-, oder besser gesagt, für den Stuben-Gebrauch. Und bei so einem Festival vor so vielen Volksmusik-Experten aufzutreten ... also Respekt hatten wir schon. Regen empfing uns dann standesgemäß in strömendem Regen. Wir hatten uns zwar bereits an den Tagen zuvor in Lenggries und in Lappersdorf an diesen Sommer gewöhnt, allerdings wurde die Situation hier in Regen drastisch erschwert durch den fehlenden Boden im Festivalzelt. Also einen Boden gab es schon, der hatte sich jedoch durch den Dauerregen in Knöcheltiefen Morast verwandelt. Wir mussten unseren Techniker Joe, der barfuss in seinen Birkenstöcken schwamm, zum Gummistiefelkaufen in die Stadt schicken, sonst wären wir sound- und lichttechnisch an diesem Abend buchstäblich abgesoffen. An dieser Stelle gilt es auch, dem edlen Freund und Fan des drumherum-Spektakels zu danken, der auf die sehr gute Idee kam, dem Festival eine Zeltheizung zu spendieren. So frisch gestiefelt und beheizt konnte der Auftritt schließlich beginnen. Und was sollen wir sagen? Wir waren wirklich begeistert von unseren rund 500 Zuschauern im Zirkuszelt. Die uns warm und offen empfingen und den ganzen Abend lang eine Riesenstimmung machten. Keine Spur von volksmusikalischer Engstirnigkeit. Keine Gralshüter. Keine Trachten-Ayatollahs. Einfach ein aufgeschlossenes und lustiges Publikum – und das in unaufhörlichem Regen, äh, im unvergleichlichen Regen.
Kommentare
Martina am 01.06.2010
Mia hamma enk dalebt, Ihr wart klasse im Regen, in Regen am Regen und ohne Gummistiefel und hoff ma, dass ma uns bald wiedersehen.
