Tagebuch

Auftritt in Perlach am 23. Januar 2010

Keine Kommentare | Wellküren am 26.01.2010

Es ist noch kein halbes Jahr her, dass wir als Beste Schwester-Partei angetreten sind, die Politik im Lande maßgeblich mitzubestimmen – und schon müssen wir am eigenen Leib erfahren, wie perfide und skrupellos dieses schmutzige Geschäft wirklich ist. Wir hatten viel erwartet, aber das? Das geht zu weit. Dieses Mal kommt der Angriff nicht etwa von der CSU – nein, die große Schwester-Partei in Berlin ist es, die uns die Butter vom Brot nehmen will. Ist Ihnen nicht auch aufgefallen, dass die obersten CDU-Parteistrategen fieberhaft an einem tiefgreifenden Image-Wandel unserer Kanzlerin arbeiten? Vor einigen Wochen lancierten gewiefte Parteifreunde aus dem Inner Circle die ersten Meldungen: Das Projekt laufe unter dem Decknamen “MUTTI”. Angie hätte ausgedient, in mageren, frostigen Kriegszeiten brauche das Volk schließlich wieder Schutz, Geborgenheit und Wärme! MUTTI müsse her. Das Parteiorgan BILD stürzte sich auf die Meldung und machte kurze Zeit später – im Nachgang zur Kopenhagen-Klima-Pleite –  mit der Schlagzeile “MUTTI ERDE” schön Wetter für die neue Mutti der Nation. Gut, eigentlich müssten wir uns geschmeichelt fühlen. Denn schließlich weiß ja alle Welt, dass “DIE MUTTI” seit Jahren schon auf der Bühne UNSERE Geheimwaffe gegen jegliche Form von Krise ist. Denn sie spendet weit mehr als Schutz, Geborgenheit und Wärme. Im Gegensatz zur Kanzlerin macht sie auch etwas: Stubenmusik auf der Zither! Da könnt ihr in Berlin noch so frech unsere Strategien kopieren! Unsere Mutti ist die Beste! Um das öffentlich unter Beweis zu stellen, haben wir sie zu unserem Auftritt nach Perlach mitgenommen. Das war auch höchste Zeit. Wir waren nämlich in den letzten 13 Jahren schon fünf Mal beim Kulturverein Ramersdorf-Perlach, aber noch nie mit Mutti. Die Perlacher und Ramersdorfer waren dann auch wirklich total überzeugt. Die wissen eben zwischen Original und Fälschung zu unterscheiden.


Perlacher Publikum, Veranstalter Erwin Bohlig mit Stofferl und “Original”-Mutti

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