Tagebuch

Allgäu-Tournee vom 25. bis 27. November 2009

1 Kommentar | Wellküren am 29.11.2009

Lindenberg – Kempten – Markdorf – die drei Stationen unserer großen Allgäu-Tournee. Die vielen Klimaschützer unter unseren Tagebuchlesern mögen jetzt bitte den folgenden Absatz überspringen. Denn, wir geben es zu, eine Tournee im eigentlichen Sinne war es gar nicht. Wir sind nämlich tatsächlich jeden Abend nach den Veranstaltungen in unser heimisches Oberschweinbach zurück gefahren, nur um am folgenden Tag die beihnahe gleiche Strecke erneut durchs schöne Alllgäu zurücklegen zu dürfen. Dafür haben uns sogar unsere Brüder, die zeitgleich zweimal im Allgäu auftraten (und natürlich dort auch übernachteten!), den Vogel gezeigt. Aber die reden sich leicht. Auf die warten schließlich ihre Frauen daheim, die sich um Haushalt, Kinder und Katzen kümmern. Wir haben zwar Männer zu Hause, die schon auch warten, jedoch eher darauf, dass jemand Essen kocht, den Haushalt macht und sich um die Kinder und Katzen kümmert. Gut, wir möchten unser Tournee-Verhalten hier nicht ganz auf unsere Männer schieben. Ehrlichkeitshalber müssen wir sagen, dass wir nach 23 Jahren “on the road” mit “Sex, Drugs & Stubenmusik” unser eigenes Bett daheim mittlerweile schon sehr schätzen. Und, Sie glauben gar nicht, was guter, tiefer Schlaf für Auswirkungen auf den Klimaschutz haben kann. Unausgeschlafene Wellküren mit Kreuzschmerzen und Augenringen auf der Bühne ... Katastrophe! Das hätten die Allgäuer wirklich nicht verdient gehabt ...


Gelungener Auftakt im Lindenberger Löwensaal

Trotz Champions-League-Live-Übertragung (oder vielleicht gerade deshalb) erwarteten uns knapp 500 Allgäuer/innen im ausverkauften Löwensaal. Und, das wissen wir genau – denn Moni hatte per Handy eine Standleitung zu ihrem Sohn in die Allianz-Arena – wir waren dem FC Bayern in Sachen Spielwitz, Dominanz auf dem Platz, taktische Einstellung und Teamgeist vom Anpfiff bis in die Nachspielzeit um Längen überlegen! Was sich natürlich auch an den Publikumsreaktionen zeigte. Die Lindenberger schwenkten ihre Wisching-Well-Fahnen und pfiffen allerhöchsten aus Begeisterung.

Hier die Zeitungskritik zum Lindenberger Auftritt:


Einzug in die nächste Runde: Der Kornhaussaal in Kempten

Pünktlich, ausgeschlafen und gut gelaunt trafen wir am nächsten Tag im Kemptener Kornhaussaal ein. Wir müssen klarstellen, dass es keineswegs ein “Geblödel” von uns war, wie es die Allgäuer Nachrichten vermuten, nein, es stimmt wirklich, dass wir Drei mit unseren Eltern und Geschwistern hier im Kornhaussaal bayerische Volkstänze und bunte Abende gestalteten, damals in den 60er und 70er Jahren. Das ist uns auch deshalb noch so gut in Erinnerung, weil es seinerzeit für uns eine Weltreise war. Mit 17 Personen, Harfe, Bassgeige, und allen sonstigen Instrumenten,  verteilt auf zwei VW Käfer und ein Goggomobil. Da ist die Anreise heute im Großraumwellkürenbus schon wesentlich entspannter. Jedenfalls besteht zwischen uns und diesem schönen Saal eine echte, historisch gewachsene und mit Kindheitserinnerungen besetzte Beziehung. Deshalb hatten wir an diesem Tag auch unsere Mutter dabei, die sich wirklich freute, wieder einmal in Kempten die Zither auszupacken. Mögen andere in der “Big Box” auftreten, unsere Treue zum Kornhaussaal hat sich gelohnt: es war ein wunderschöner Abend!

Hier geht’s zu Kritik vom Kemptener Auftritt: Kritik_Kempten.pdf


Finale in Markdorf

Nirgendwo kommt man seinem Publikum so nah wie im Theaterstadel in Markdorf. Frank, der Intendant, hat nämlich die eh schon knapp bemessene Bühne nochmals verkleinert, damit mehr von unseren treuen Fans, die wir hier seit Jahren haben, Platz finden. So war das Finale unserer großen Allgäu-Tournee ein heißer Abend mit engstem Kontakt zu den Zuschauern. So intim, dass Moni am Ende einen Heiratsantrag nur knapp noch abwenden konnte. Resumée unserer drei tollen Tage: “Allgäuer, we love you!”

Kommentare

Wolfgang und Anne Rädler am 12.12.2009

Hallo Mädels,

jetzt scho was…
War an schäna pfundiger Obend!
Good night hod mi grfeid!

s

Wolferl

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