Tagebuch

Auftritt in Fürth am 20. Januar 2010

1 Kommentar | Wellküren am 22.01.2010

Unser zweiter Abend in der Fürther Comödie innerhalb einer Woche. Gar nicht so einfach, denn der erste war wirklich gigantisch. Aber die Fürther scheinen momentan so euphorisch zu sein, dass sie sich gleich mehrfach retten lassen. Und nicht nur von uns! Erst kürzlich bekamen sie elf Goldbarren von einer «ganz normalen Familie», dann Besuch und viele gute Worte von unserem Landesvater, und ja – soeben twittert herein – die Kleeblätter haben gerade 5:0 gehen Frankfurt gewonnen! Es geht ganz klar wieder aufwärts! Wenn wir allerdings ehrlich sind, wurden an diesem Abend nicht die Fürther von uns gerettet, sondern wir von den Fürthern. Ganz speziell von einem Fürther, nämlich dem Konrad, seines Zeichens eigentlich Sound- und Lichttechniker in der Comödie. Und das kam so: Der erste Teil unseres Programms war gerade vorbei und wir saßen – wie wir es immer tun – in unserer kleinen Bühnengarderobe. Schweigend, konzentriert, um Energie für den zweiten Teil zu sammeln, unsere Instrumente nachzustimmen, die Requisiten vorzubereiten und natürlich, um uns umzuziehen! Genau da kam ER in die Garderobe – nennen wir IHN an dieser Stelle einfach TOBSI (für topsecret), um seine wahre Identität nicht öffentlich zu machen. TOBSI, so stellte sich heraus, war ein nicht mehr wieder zu erkennender alter Bekannter aus Bärbis ganz ganz früher Jugend. Sie können sich also vorstellen, dass TOBSI, weil es so lang her war, ganz viel mitzuteilen hatte – von wegen Konzentrations-, Vorbereitungs- und Umzugspause – direkt wieder auf die Bühne. Und da passierte es dann. Noch während des ersten Liedes, bemerkten wir, dass wir unsere Nonnengeigen-Bögen im Auto liegengelassen hatten. Eine Unmöglichkeit. Ein Programm ohne unsere Nonnentrompeten? Schlicht nicht denkbar! Sie bilden schließlich den dramaturgischen Höhepunkt unserer Show. Die Stones brauchen dafür 5 Tieflader Bühnen-Equipment, Lady Gaga eine Garderobe im Wert von einer halben Million Euro – wir brauchen eben unsere Nonnentrompeten! Und die Bögen dafür lagen jetzt im Auto! Wer daran schuld war? Topsecret ... Ohne dass er darauf vorbereitet war, musste jetzt der arme Techniker Konrad ganz spontan mit ins Programm eingebunden werden. Wir stellten blitzschnell die Abfolge um und instruierten den armen Kerl vor 400 Zuschauern, dass er jetzt am Mischpult alles liegen und stehen lassen, unser Auto suchen, die Bögen rausholen und dann schleunigst wieder hier auf die Bühne kommen sollte. Und zwar innerhalb von fünf Minuten! Konrad hat uns und die gesamte Show gerettet. Vielen Dank dafür! Es war wieder wunderschön in Fürth.

Kommentare

Artur Pickel am 28.01.2010

unsere Tochter hat Euch gesehen.
war zuerst skeptisch..dann begeistert.
Wann kommt Ihr wieder mal nach Franken
Comödie und so..??
Grüße aus St.Adeln in Franken
a.+E.Pickel-28.01.2010

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