Tagebuch
Auftritt in Flintsbach am 11. April 2008
Keine Kommentare | Wellküren am 14.04.2008
Es war die Gretl, Bärbis liebenswerte Schwiegermutter, die uns auf den Auftritt an diesem Freitag einstimmte: “Ach, Flintsbach am Inn!“, schwärmte sie, “Nach Flintsbach sind wir in meiner Kindheit des öfteren in die Sommerfrische gefahren!“ Sommerfrische! Welch herrlich vergessenes Wort. Ein Sehnsuchtswort aus längst vergangenen Zeiten. Aus einer schöneren und heileren Welt – ohne Billigflüge und Pauschalreisen. Da hießen Wellness-Trips noch Kur-Aufenthalte und Vier-Sterne-Residenzen noch Fremdenzimmer. Sommerfrische – genau das ist es doch! Warum fliegen wir eigentlich jedes Jahr aus unseren stickigen Städten und muffigen Gemeinden in noch heißere und noch verödetere Gefilde dieser Welt. An die türkische Riviera, in die künstlich am Leben gehaltenen Wüstengebiete Spaniens oder in die Retorten-Paradiese der Südsee? Warum nicht einfach in die Sommerfrische nach Flintsbach? Herrliche Bergluft, kühle klare Seen, ursprüngliche Landschaften – Sommerfrische halt. Und wir durften einfach so nach Flintsbach, quasi beruflich! Ein Traumjob! War es dann auch. Im frisch renovierten Gemeindesaal haben wir gemeinsam mit den Flintsbachern den Winter endgültig ausgetrieben. Und anschließend hat uns der Bürgermeister noch zu einer Brotzeit eingeladen. Eine Brotzeit, für die wir jedes Vier-Sterne-Residenz-Dinner sofort stehen lassen würden! Und – nur weil einige Ortsansässige über den rückläufigen Tourismus in Flintsbach geklagt haben – wir sind ganz sicher: Der nächste Trend nach Wellness-, Adventure-, Domrep-, Allinclusive- und Billigflug-Trips kommt ganz bestimmt: Sommerfrische in Flintsbach!
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No nix.
