Tagebuch
Auftritt in Döckingen am 21. Juli 2008
Keine Kommentare | Wellküren am 25.07.2008
Die Fahrtzeit nach Döckingen hatten wir derart überschätzt, dass wir glatte zwei Stunden zu früh (und das passiert uns wirklich selten) am Auftrittsort eintrafen. Nix ist schlimmer als so eine sinnlose Herwarterei vor der Veranstaltung. Also beschlossen wir, nachdem die Burgi am Vortag ungelogen drei Kilo (!) Steinpilze (!) gefunden hatte, noch schnell vor Beginn zum Schwammerlsuchen zu gehen. Gottseidank waren der Gerd und der Sigi vom Sportverein, zu dessen Jubiläum wir aufspielten, schon da. Sie seien die ungekrönten Schwammerlkönige von Döckingen, wurde uns von verschiedenster Seite versichert. Es dauerte zwar ein wenig, bis wir Gerd und Siggi davon überzeugt hatten, uns ihre geheimsten Plätze in den umliegenden Wäldern zu zeigen, aber schließlich stiegen sie doch mit in den Wellküren-Bus zum Pilze finden. Um es gleich vorwegzunehmen, Schwammerl haben wir keinen einzigen gefunden (uns drängte sich der Verdacht auf, dass die zwei Herren tatsächlich echte Schwammerlsucher sind, die ihre Plätze natürlich nie (!) und niemandem verraten). Aber dafür fanden wir auf der Berg- und Talfahrt durch Döckingen und Polsingen noch viel Interessanteres: das Haus des Goldschmieds zum Beispiel, der sogar schon mal in Nepal war; oder drei Dorfweiher und drei Wirtschaften in einem Dorf, das nicht einmal so groß wie Oberschweinbach ist! Nicht zuletzt wegen dieses fundierten Insider-Wissens (Dank Gerd und Sigi) wurde der Abend zu einem der herausragendsten in diesem Sommer! Wir wussten alles, über jeden einzelnen Döckinger und Polsinger – und scheuten uns auch nicht, dem überraschten Publikum all diese Einzelheiten auf der Bühne kundzutun! So ein Spaß! Unsere Brüder, die vor einem Jahr in Döckingen waren, hatten uns ja schon vorgeschwärmt, wie lustig und erfrischend die Menschen hier seien. Unsere Erwartungen wurden übertroffen!
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No nix.
