Tagebuch
Auftritt in Dingolfing am 23. Oktober 2009
Keine Kommentare | Wellküren am 24.10.2009
Ohne Dingolfing wären wir an diesem Freitag wahrscheinlich nicht nach Dingolfing gekommen. Genauer gesagt, ohne die Automobilindustrie von Dingolfing. Unser Vater hatte ja keinen Führerschein. Nicht so wie die Moni manchmal ... nein, er hatte einfach nie den Führerschein gemacht. Um aber mit 15 Kindern im Landkreis mobil sein zu können – schließlich mussten wir ja irgendwie in die Vereins- und Altenheime kommen, in denen wir mit der Familie damals auftraten – brauchte er ein Verkehrsmittel. Glücklicher Weise gab es in den 50er und 60er Jahren eine echte Alternative zum Automobil: das Goggomobil! Dieses autoähnliche Gefährt war zwar etwas klein für so viele Insassen, aber man durfte es dafür auch ohne Führerschein fahren. So kam es, dass wir mit unserem Vater überall hinkamen. Sehr eng, ziemlich langsam und meist in mehreren Etappen. Wir wissen nicht mehr, wie viele Goggos unser Vater im Laufe der Jahre verschliss – er war wirklich kein begnadeter Autofahrer (wie auch, ohne Führerschein?). Jedenfalls war unsere Familie ein sehr guter Kunde der Firma Glas aus Dingolfing, die bekanntlich das Goggomobil baute und 1967 von BMW übernommen wurde. Wir sind dem Hans Glas für seine Erfindung ewig dankbar. Denn ohne Goggo würden unserer Brüder und wir heute wahrscheinlich nicht auf der Bühne stehen. Und auch Dingolfing wäre nicht das, was es ist: Deutschlands reichste Gemeinde. Ein Automobilisten-Paradies mit Deutschlands meisten Kreisverkehren und ohne Fußgängerzone. An diesem Abend in der Stadthalle trafen sich also zwei Profiteure der ortsansässigen Automobilindustrie: Die Dingolfinger und wir. Zur reinsten “Freude am Stubenmusizieren”.
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Profiteure der Dingolfinger Automobilindustrie: Unser Publikum und wir.
Zwar kein Goggomobil, aber ein BMW 700 Bj. ‘61 - ein Familienerbstück von unserer Tante Walli.
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No nix.
