Tagebuch
Auftritt in Aßling / Lorenzenberg am 12. Juli 2008
Keine Kommentare | Wellküren am 13.07.2008
Eines haben wir bei unserem Auftritt in Lorenzenberg gelernt: Ohne Stuhlprobe sollte man das Vereinsheim auf keinen Fall besuchen! Nein nein, keine Angst, wir fangen jetzt nicht auch noch an, auf der Bühne lustige Verdauungs- und Stoffwechsel-Anekdoten zum Besten zu geben, wie es bei einigen Kollegen scheinbar gerade wieder in Mode kommt. Nein, solch fäkal-pubertäre Gedankenfürze sind uns nun wirklich zu blöd und sie werden auch ganz bestimmt bald wieder tonlos verpuffen! Es geht im Fall Lorenzenberg tatsächlich um das Bühnenmobiliar, das nicht unerheblichen Anteil an der besonderen Dramaturgie dieses Abends hatte. Denn alle Stühle, die uns von der – ansonsten hoch zu lobenden! – katholischen Landjugend auf der Bühne zur Verfügung gestellt worden waren, begannen zu wackeln, fielen im Laufe des Programms nach und nach auseinander und brachen schließlich vollends zusammen. Durch diese unbeabsichtigten Showeffekte bekam der Abend eine sehr spontane, beinahe valentineske Note, die den Auftritt auch für uns nicht nur äußerst unterhaltsam, sondern auch ganz bestimmt unvergesslich machte. Drehbuchreif, die Situation, in der Moni noch verdutzt ihre abgebrochene Lehne in der Hand hält und ausgerechnet vom örtlichen Bestattungsunternehmer einen neuen Stuhl auf die Bühne gereicht bekommt, der Augenblicke später ebenso kollabiert. Oder Bärbi, die auf ihrem Stuhl, bei dem ein Bein mindestens 5 cm zu kurz war, ihr Harfensolo derart verwackelte, dass wir empört den diensthabenden, verantwortlichen Schreiner aus Lorenzenberg auf die Bühne zitierten. Und das Beste: er war wirklich anwesend! Wir haben uns köstlich amüsiert ... betreten aber in Zukunft keine Bühne mehr ohne vorherige Stuhlprobe!
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Lorenzenberger Publikum bei der kollektiven Stuhlprobe
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No nix.
