Tagebuch

Auftritt in Aichach am 8. März 2009

Keine Kommentare | Wellküren am 08.03.2009

Mit unserem Auftritt am Internationalen Frauentag in Aichach haben
wir es sogar bis in die Tagesthemen gebracht. Und Frau Miosga hat
uns wirklich charmant angekündigt, finden wir.

Sie scheint sich also herumgesprochen zu haben – unsere wachsende Begeisterung für Matinées. Alle waren sie da, am Internationalen Frauentag in Aichach. Die Aichacherinnen (und Aichacher) in voller Einwohnerstärke. Die SPD-Frauen vom Aichacher AsF. Das Bayerische Fernsehen. Die Augsburger Medien. Unsere Mutter. Und natürlich wir. Und das alles schon um 11:00 Uhr am Sonntag in aller Früh! Jetzt haben wir ja zum Weltfrauentag mittlerweile ein etwas gespaltenes Verhältnis, weil wir meinen, dass dieser Tag zunehmend zum zweiten Muttertag verkommt. Einmal im Jahr darf sich frau stereotyp mit der immer gleichen Leier bei den immer gleichen Veranstaltungen in die Mikrofone empören. Über ungleiche Gehälter, über fehlende Managerinnen in den Dax-Vorständen und generell über die gesellschaftliche Benachteiligung. Und dann ist wieder Ruh für ein Jahr. Auch die vermeintlichen Vorbilder, die uns als erfolgreiche Frauenmodelle in Bayern verkauft werden, bringen uns eher zur totalen Verzweiflung. Nehmen wir Frau Hadertauer, die bis heute noch nicht gemerkt hat, dass sie vom Männerverein der CSU nur als bavarian Topmodell instrumentalisiert wird. Oder Frau Hohlmeier, die einzig und allein dadurch auffällt, noch hinterfotziger zu sein als ihr Vater jemals war. Und schließlich unsere Gloria von Thurn und Taxis, die in ihren Ansichten bigotter, gestriger und päpstlicher ist als der Papst persönlich. Alles Frauen, die in ihrer Geltungssucht und Machtgier extremer sind als die schlimmsten Männer. Solange das also so ist, müssen wir uns halt doch noch an jedem 8. März immer von Neuem empören.


Frauenbewegte Aichacherinnen und Aichacher

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