Tagebuch
Auftritt am Gillamoos in Abensberg am 8. September 2008
Keine Kommentare | Wellküren am 22.09.2008
Ganz kurz zur Vorgeschichte: Der Franz Maget hat uns gefragt, ob wir ihn bei seinem Bierzeltauftritt am Gillamoos in diesem Jahr unterstützen wollen. Da wir den Franz persönlich gern mögen (seit über 20 Jahren schafkopfen wir mit ihm) und weil wir in vielen Belangen auch seine Ansichten teilen, haben wir das wirklich gern gemacht. Und es war für uns auch eine echte Gaudi, seine Vorgruppe und Damenblaskapelle zu geben. Wir hatten das ja noch nie erlebt: großer Auftrieb der bayrischen Politprominenz, Bierdampfreden, Aschermittwochspolemik. Schon aufregend! Aber darum soll es heute in unserem Tagebuch gar nicht gehen.
Nein, wir wollen an dieser Stelle ausnahmsweise etwas total verpöntes tun. Nämlich Medienkritik üben. Oder schlimmer sogar: SÜDDEUTSCHE-ZEITUNGS-SCHELTE! Jawoll, liebe Katja Auer und Kollegen des Bayernteils! So geht’s ja nicht. Erstens sind wir freitstaatlich geprüfte Bierzeltstimmungskennerinnen. Und Zweitens waren wir schließlich selbst vor Ort! Und können unter dem Eindruck der selbst erlebten Wahrheit nur sagen: Mit eurem Bericht “Kraftmeierei im Bierzeltdunst” vom 8.9.2008 habt ihr euch journalistisch nicht mit Ruhm bekleckert – zumindest was die Schilderung der Stimmung im Jungbräuzelt betrifft! Es ist zu offensichtlich, wie ihr die Ereignisse der Beck-Münte-Nacht zuvor auf das Geschehen am Gillamoos unbedingt “hineinschreiben” wolltet:
“Für den Fraktionsschef gibt es nur spärlichen Applaus ... den Genossen scheint der spektakuläre Coup vom Tag zuvor noch in den Knochen zu stecken ... Maget ist um gute Laune bemüht ... die Genossen sitzen reglos auf den orangen Holzbänken und starren auf ihre Maß ...“
Liebe SÜDDEUTSCHE, wer wirklich dabei war, kann sich über diese Beschreibung nur wundern. So herzlich und offen und begeistert wie der Franz erwartet und empfangen wurde ... das exakte Gegenteil von spärlichem Applaus, Lethargie und regloser Schockstarre. Das klingt jetzt alles harmlos, ist es natürlich auch, aber es schürt bei uns einfach Verdacht! Könnte es sein, dass wir und alle restlichen braven SZ-Abonentinnen von Euch ganz vielleicht manchmal ein ganz klein bisserl angeschwindelt werden? Nur, weils halt grad a so schön passen würde, und die Geschichte so geschmeidig in die Feder läuft?
Hier kann man den SZ-Artikel im Volltext nachlesen:
Kraftmeierei im Bierzeltdunst
Kommentare
No nix.
