TAZ vom 15.01.2007
Das ist wie beim kranken Papst
Moni Well, bayerische Volkssängerin, über den rapiden Niedergang ihres Ministerpräsidenten, sein Frauenbild, Parasiten - und darüber, wo er sich Trost holen könnte
Moni Well, bayerische Volkssängerin, über den rapiden Niedergang ihres Ministerpräsidenten, sein Frauenbild, Parasiten - und darüber, wo er sich Trost holen könnte
CD-Kritik: Die Wellküren sind mit „Forever“ erfrischend respektlos und hintergründig
Schwungvolle Stubenmusik und politische Frotzeleien auf der neuen CD “Forever” von den Wellküren / Seit 20 Jahren auf der Bühne
Die Wellküren liefern herrliche Einblicke in Familien-Welten und Dorfleben.
Nicht nur „Stubenmusik macht süchtig“. Die Schwestern Burgi, Bärbi und Moni der „Biermösl Blosn“ Hans, Michael und Stofferl Well begeisterten in Röttenbach ihr Publikum mit allerhand „Heiligenverehrung“.
Das Kabarettistinnen-Trio besticht durch pointierten Witz, hohe Musikalität und Bühnenpräsenz.
Noch mehr Gänsehaut bietet nur noch das Stuben-Grusical in drei Akten: Zur Musik von „Spiel mir das Lied vom Tod“ wird die traurige Mär vom einsamen Monarchen Edmund dem Ersten erzählt, der an „Morbus Frankonia Pauli“ erkrankt und seinen Platz räumen muss, um den sich zwei Widersacher duellieren. Der Showdown, zu dem die Nonnentrompete noch einmal bemüht wird, erfolgt in einem Hopfenfeld in der Holledau. Es ist der grandiose Schlussakt zu einem geistreichen, höchst vergnüglichen Abend. Well, well, well, ihr Schwestern.
(Esslinger Zeitung vom 20. November 2007)
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